Nähere Informationen zu "Konzept und Offenheit"

 

Inhaltsverzeichnis

 

Vorwort

 

  1. Konzeption als Prozess oder als Dogma
    Christoph Schwabe
  2. Musiktherapie in der Psychiatrie - heute
    Tabea Höfer
  3. Musiktherapie in der Rehabilitation von Parkinson-Patienten
    Charlotte Geilhufe
  4. Sozialmusiktherapie als Freiraum für schwerstbehinderte Menschen
    Christine Meyer
  5. Das Herz leise angreifen ...
    Musiktherapeutische Arbeit in der geriatrischen Rehabilitation
    Christine Meyer
  6. Wahrnehmungserweiterung als musiktherapeutischer Handlungsansatz bei Alten und bei Jungen
    Kathrin Schubert und Janni Krüger
  7. "Aber das haben wir doch so gelernt"
    Die Verknüpfung von Selbsterfahrung und Theorie in der Musiktherapieausbildung - Chancen und Klippen
    Ulrike Haase

Anhang

Zum dritten Weltkongress für Psychotherapie, der vom 14. bis 18. Juli 2002 in Wien stattfand, hatte der Autor eine Einladung erhalten, mit einem Hauptvortrag die Musiktherapie der Bundesrepublik Deutschland zu vertreten. Das Thema dieses Vortrags wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Veranstalter so gewählt:

Ressourcenorientierte Handlungsansätze in der Musiktherapie. Ein konzeptioneller Entwicklungsweg

Christoph Schwabe

 

Literatur

 

Autoren

 

Vorwort

 

Der hier vorliegende Band XIII der Crossener Schriften zur Musiktherapie versammelt Beiträge von Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten, die als Referate auf einem Wissenschaftlichen Symposium der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen im November 2002 gehalten wurden.

 

Das Thema des Symposiums "Konzept und Offenheit" beschreibt den Spannungsbogen, in dem sich musiktherapeutisches Denken und Handeln vollzieht, ja vollziehen muss, will es gesellschaftlichen Veränderungen sowie den Erfordernissen und Bedürfnissen der Patienten bzw. Klienten gerecht werden.

 

Das Symposium nahm damit eine Diskussion auf, die schon seit geraumer Zeit in unterschiedlicher Weise und Intensität - teils kontrovers, teils konstruktiv - geführt wurde und gab ihr ein Forum.

 

Es wurde deutlich, dass ein kreativer und flexibler Umgang mit sich verändernden Praxisbedingungen der Grundlage einer klaren Konzeption bedarf, diese aber wiederum nur lebensfähig bleibt, wenn sie sich an den Erfordernissen der Praxis orientiert, ohne allerdings ihre grundlegenden Erkenntnisse und Zusammenhänge aufzugeben.

 

In der um 1960 an der Leipziger Universitätsklinik von Christoph Schwabe erarbeiteten und bis zum heutigen Tag weiterentwickelten musiktherapeutischen Konzeption steht eine sichere Basis zur Verfügung, von der aus Musiktherapeuten in unterschiedlichen Praxisfeldern kreativ und flexibel tätig werden können.

 

So wenig die damalige Konzeptionsentwicklung vom grünen Tisch aus erfolgte, sondern das Ergebnis der Abstraktion wesentlicher Vorgänge und Zusammenhänge in der praktischen musiktherapeutischen Arbeit war, so wenig ist es in der weiteren Konzeptentwicklung hilfreich und nutzbringend gewesen, sich auf die Erhaltung liebgewordener theoretischer Grundsätze im Sinne eines Dogmas zu berufen und sie konservieren zu wollen.

 

Die Beiträge dieses Bandes wollen die Diskussion der Thematik und ihre praktischen Schlussfolgerungen für ganz unterschiedliche Felder aufzeigen.

 

Der Bogen spannt sich dabei von der theoretisch-konzeptionellen Ebene über die Arbeit in Kliniken verschiedener Art bis hin zu Fragen der Ausbildung künftiger Musiktherapeuten.

 

Nicht zuletzt ist es Anliegen dieses Buches, einen Einblick zu geben, in welcher Weise sich Sozialmusiktherapie in der Praxis ereignet, was sie trägt und bestärkt, aber auch, was sie behindert und schwierig macht.

 

Aus jedem dieser Beiträge spricht die Persönlichkeit eines Therapeuten oder einer Therapeutin, die versucht, diese Bedingungen so zu gestalten, dass die ihr anvertrauten Menschen einen für sich gangbaren Weg finden, auf dem Veränderung und Entwicklung Raum bekommen kann.

 

Ulrike Haase

 

Dresden, im April 2003

 

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