Nähere Informationen zu "Regulative Musiktherapie (RMT)"

 

Inhaltsverzeichnis

 

Inhaltsverzeichnis

 

Vorwort

 

Historischer Kontext

 

Indikationsspezifische und psychotherapeutische Ausgangsbedingungen

 

Therapeutisch-konzeptioneller Kontext

 

Der therapeutische Handlungsprozess (Didaktik)

 

Die Rolle der Musik

 

Entwicklungsetappen

 

Gegenwärtige Situation

 

Bibliographie

 

Vorwort

 

Die hier vorgelegte Abhandlung war seit langem beabsichtigt und notwendig, um unsere konzeptionelle Position als logische Entwicklungskonsequenz zu verdeutlichen.

 

Dieses Anliegen fällt mit zwei Ereignissen zusammen. Zum einen erbat Isabelle Frohne-Hagemann einen Beitrag zur Entwicklung der Regulativen Musiktherapie, den sie in einem von ihr herauszugebenden Sammelband zur Rezeptiven Musiktherapie veröffentlichen will. Zum anderen kam zur gleichen Zeit die Einladung von Michael Geyer, dem derzeitigen ärztlichen Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Universitätsklinikums Leipzig, nicht nur zu dessen 60. Geburtstag, sondern auch zum 50. Gründungsjubiläum der Leipziger Universitätsklinik für Psychotherapie.

 

Dieses Ereignis war ein zusätzlicher Impuls, die Entwicklung einer musiktherapeutischen Methode zu einer Konzeption darzustellen. Vollzog sich doch ein ganz wesentlicher Teil dieser Entwicklung in dieser Klinik, in der sie der Autor genau zwanzig Jahre lang, nämlich von 1960 bis 1980, mit gestalten konnte. Insofern ist diese Entwicklung auch ein Stück Psychotherapieentwicklung an der damaligen Leipziger Universität.

 

Der Autor betrachtet dies als ein wesentliches Stück seines eigenen fachlichen Lebensweges und verfolgt mit Dankbarkeit die lebendige Fortführung dieser Entwicklung durch Schüler und Kollegen. Dass dieser Weg nicht ohne Komplikationen verlief, wird allein daran ablesbar, wenn man sich vergegenwärtigt, durch welche gesellschaftspolitische Etappen dieser Weg in den zurückliegenden vierzig Jahren führte.

 

Nicht umsonst galt in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Regulative Musiktherapie als eine Art Trojanisches Pferd zur "Unterwanderung" doktrinärer Verhärtungen, bezogen auf psychodynamische Erlebnis- und Einstellungsradikale. Nicht selten konnten Therapieresultate von mit Regulativer Musiktherapie behandelten Patienten auch in einer Veränderung politisch eingeschränkter Erlebnis- und Lebensgestaltungshorizonte beobachtet werden. Welche Konsequenzen das für den einzelnen hatte, wenn er beispielsweise sich die persönliche Freiheit nahm, ins Konzert und nicht in die Parteiversammlung zu gehen, um etwas für seine eigene Lebensgestaltung zu tun, das kann man heute nur noch ahnen.

 

Der Autor dankt seiner Kollegin Ulrike Haase für die kritische Durchsicht und Begleitung des Manuskripts und dessen Herstellung.

 

Vollmershain, im März 2003

 

Christoph Schwabe

 

zurück zur Publikationsliste