Nähere Informationen zu "Zwischen Romanik und Braunkohle"

 

VORWORT

 

Dieses Buch entstand aus einem Gefühl der Liebe und Ehrfurcht gegenüber den vielen wundervollen Kirchen in einer Landschaft, die vom Industrieschicksal des letzten Jahrhunderts hart gebeutelt wurde.

Sie - die Kirchen - zu zeichnen, bedeutete die unmittelbare Kontaktaufnahme mit allem, was diese Kirchen verbindet: Die Geschichte, die Gegenwart als unmittelbares Gemeindeleben, die Landschaft und natürlich die Industrie.

So entstand der Grundgedanke dieses Buches und dessen Bezug zum Umfeld, was konkret bedeutete: Zwischen Romanik und Braunkohle.

Ich konnte vier Mitautoren gewinnen, die jeweils aus ihrer persönlichen Sicht und Betroffenheit heraus den Kontext beleuchteten, ohne den Kirchen, Landschaft und Industrie nicht denkbar sind.

So beschreibt Matthias Weismann, der Superintendent des Kirchenbezirks Borna, das kirchliche Leben, also auch die Lebendigkeit der Kirchen, als Orte der Gemeinschaft und der Anbetung.

Hartmut Rüffert berichtet seine dramatische Lebensgeschichte und die folgerichtige Konsequenz, die ihn dazu führte, eine Brikettfabrik zu retten.

Klaus Zechendorf informiert aus der Optik des Landschaftsarchitekten über das Gelingen oder auch Misslingen von Gestaltungsplänen für eine neue Landschaft aus den Trümmern der Industriebrachen.

Und Ulrike Haase gibt uns eine bewegende Episode von einem Abschiedsbesuch im letzten Dorf, das nun doch noch der Braunkohle geopfert wird: Heuersdorf.

Es ist die persönliche Betroffenheit, die Kultur, Geschichte und Gegenwart in einem auszulösen vermag, wenn man dazu bereit ist, sich einer bestimmten Landschaft zu öffnen.

Dieses Buch soll aber zugleich eine Hoffnung verkörpern für diejenigen, die in dieser Landschaft, in den Dörfern und Städten leben und dieses Leben in die Zukunft hinein gestalten wollen.

 

Christoph Schwabe

 

Vollmershain, im Frühjahr 2007

 

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